Nach 2 Wochen

...Zeit für eine kleine Auswertung. Nun bin ich schon seit zwei Wochen in Krakau – mitten in der Altstadt – mitten im Praxissemester und mitten im Leben.

Vor meiner Reise nach Polen hatte ich über einen langen Zeitraum erhebliche Zweifel an der Wahl meiner Praktikumsstelle. Schon wieder Jugendarbeit – das wollte ich im Grunde vermeiden. Überzeugende Argumente waren eher die Lage, der Standard und die weitreichenden Möglichkeiten persönlich viel für mich mitnehmen zu können.

Mittlerweile habe ich mich an meine Stelle gewöhnt, mich grundlegend eingelebt und versuche das Beste aus meiner Stelle rauszuholen. Mir liegt meine Arbeit und ihr Erfolg wirklich am Herzen und auch, wenn es für mich sicherlich bessere Stellen gegeben hätte, um Soziale Arbeit auszuüben, so stelle ich mich wieder einmal einer Herausforderung. Wie ich diese Herausforderungen liebe!

Es gibt wohl keine bessere Möglichkeit zu lernen.

Von Krakau habe ich schon ein wenig gesehen, aber ehrlich gesagt habe ich bei diesem Wetter, den Temperaturen und im Dunkeln nicht die geringste Lust die Stadt genauer zu erkunden und warte daher geduldig auf den Frühling. Bis dahin werde ich meine Wochenenden, wie bisher auch, wohl mit Familienbesuchen, Lesen und anderen Dingen verbringen, auf die ich Lust habe.

Der erste Konzertbesuch ist schon geplant. Gazpacho. Ich freu mich jedenfalls drauf.

Ansonsten merke ich von Tag zu Tag mehr wie der Stress der letzten Monate von mir abfällt und dass ich grundlegend mit meinem Leben wirklich zufrieden bin.

Mich macht es traurig, dass einige Menschen, von denen ich es wirklich erwartet hätten sich nicht melden, aber um so mehr freue ich mich über diejenigen, die an mich denken und mir dies auch zeigen. Es sind eben doch immer die kleinen Dinge...

Nur die Suche nach einer geeigneten Wohnung/WG verläuft für mich ungeahnt schwierig – aber darum kümmere ich mich nächste Woche in aller Ruhe. Es bringt jetzt auch nichts sich deswegen den Kopf zu zerbrechen.

Natürlich gehen mit viel mehr Dinge durch den Kopf, aber vieles gehört nicht in diesen Blog.

Er soll meine Erlebisse hier in Polen zusammenfassen, die sich wohl erst dann häufen werden, wenn es wärmer wird und ich mehr Lust habe raus zu gehen und Abenteuer zu erleben.

Wer mich gut kennt, dem sind meine Gedanken vertraut.

Aber momentan kann ich abschließend sagen, dass ich gerade wirklich glücklich bin.(Außer, dass mir vorin die Kippen ausgegangen sind und ich wirklich Schmacht hab, aber zu faul bin bei dem Regen vor die Tür zu gehn.)

Ich sitze hier alleine in einer unglaublich gemütlichen Dachgeschosswohnung, höre Musik und der Regen prasselt gegen die Fenster. Ich kann in Ruhe nachdenken und tun und lassen was ich möchte.

14.3.10 23:42

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